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NIKE-Bulletin 4/2017

Verkannte Baudenkmäler: Architektur der 1950er- und 1960er- Jahre

Wenn man Bauten der Nachkriegszeit erhalten und pflegen will, bleiben heftige Reaktionen meist nicht aus: «Dieser schreckliche Betonklotz soll geschützt werden?» – «Wir hatten uns noch für die Erhaltung der Altstadthäuser eingesetzt, die abgebrochen wurden, als diese Kisten als Spekulationsbauten errichtet worden sind.» – «Die Gebäude der 1950er- und 1960er- Jahre sind ohnehin Energieschleudern.» – Mit solchen und ähnlichen Argumenten sehen sich Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger nicht selten konfrontiert, wenn sie sich für die Architektur der Nachkriegszeit einsetzen.

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Nachkriegsarchitektur? Einige Schlaglichter

Mehr als drei Jahrzehnte Bauwirtschaft, Stadtentwicklung und Architektur lassen sich nicht über einen Leisten schlagen, und der Behelf der architekturhistorischen Praxis, von Epochen oder von Strömungen zu sprechen, bleibt unbefriedigend. Nachkriegsarchitektur liesse sich indes auch unter anderen Gesichtspunkten betrachten: Für die Zeit idealtypische Bauaufgaben (Grossiedlungen, Bürobauten, Kaufhäuser, Spitäler etc.) ergäben einen anderen Raster, charakteristischen Form-, Konstruktions- und Materialeigenschaften könnten zu Stilbezeichnungen führen. Die drei Jahrzehnte Nachkriegsarchitektur lassen sich im positiven Sinn als heterogen und vielfältig bezeichnen.

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Junge Baudenkmale – neue Erhaltungsproblematiken

Die Instandsetzung von Bauten der Nachkriegszeit konfrontiert uns mit neuen und spezifischen Herausforderungen. Manche der zahlreichen, damals neu entstandenen und industriell fabrizierten Baumaterialien haben eine verhältnismässig kurze Lebensdauer, manche altern schlecht und manche sind mit Schadstoffen belastet. Da Denkmale durch ihre überlieferte Substanz bestimmt sind, stellen sich bei einer Instandsetzung damit anspruchsvolle Fragen.

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Die Moderne im Tessin: Inventarisierung, Schutz und Inwertsetzung

Im geltenden Gesetz über den Schutz der historischen und künstlerischen Denkmäler, 1946 als Ersatz desjenigen von 1909 in Kraft getreten, wurden jüngst errichtete Gebäude nicht in Betracht gezogen. Erst mit dem neuen Gesetz zum Schutz der Kulturgüter von 1997 (LBC) und der dazugehörigen Verordnung von 2004 sowie der Erstellung des Kulturgüterinventars von 2009, verfügt der Kanton über ein Instrument, um zu bestimmen und zu überprüfen, welche Kulturgüter auf lokaler und kantonaler Ebene zu schützen sind. 

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Jenseits der «Tessiner Schule»

Das SNF-Forschungsprojekt «L’architettura nel Cantone Ticino, 1945–1980»

Das SNF-Forschungsprojekt «L’architettura nel Cantone Ticino, 1945–1980» widmet sich einem für die Tessiner Architekturgeschichte wegweisenden Zeitraum. Die bisherigen Publikationen zum Thema sind in der Regel als Übersichtswerke angelegt oder befassen sich lediglich mit einem sehr eingeschränkten Kreis von Protagonisten. Nuancierungen, Unterschiede oder Gegensätze der verschiedenen Positionen wurden dabei oft vernachlässigt und man versuchte stattdessen eine sogenannte Tessiner Schule zu postulieren. 

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Moderne Architektur mit «kleinem A»: eine Fallstudie in Mendrisio

Im Rahmen des Seminars «Schutz, Wiederverwendung und Praxis der Restaurierung», den Ruggero Tropeano an der Accademia di architettura dell’Università della Svizzera italiana seit 2013 abhält, wird die Rolle der sogenannten anonymen Architektur untersucht. Während des Herbstsemesters 2016 wurde den Studierenden dabei die Aufgabe gestellt, sich mit der anonymen Architektur der jüngsten Vergangenheit, d.h. Bauten der letzten 50 Jahre des vergangenen Jahrhunderts, auseinanderzusetzen.

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Die Komfort-Infrastruktur im 20. Jahrhundert

Kenntnis und ErhaltungsstrategienSo bekannt und anerkannt die Tragweite der «konstruktiven Revolution» im 20 Jahrhundert ist, die eigentlichen Einrichtungen, die die Architektur damals buchstäblich auf den Kopf gestellt haben, werden von der Architekturgeschichte meist vernachlässigt und bleiben bei Erhaltungsmassnahmen schlicht unbeachtet. Die Publikation Les dispositifs du confort dans l’architecture du XXe siècle: connaissance et stratégies de sauvegarde versucht diese Lücke in der Dokumentation und Kenntnis der Installationen für Heizung, Klima, Belüftung etc. zu schliessen.

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