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Medienmitteilung vom 13. September 2020 zu den Europäischen Tagen des Denkmals

Die Europäischen Tage des Denkmals 2020 begeistern ihr Publikum

Am Sonntag, 13. September schliessen die 27. Europäischen Tage des Denkmals in der Schweiz. Sie fanden dieses Jahr in einer abgespeckten Version statt: In der ganzen Schweiz wurden an die 250 Veranstaltungen zum Thema «Weiterbauen - Verticalité - Costruire nel costruito - Construir en il construì» durchgeführt. Von den insgesamt rund 20’000 Besucherinnen und Besuchern stammte knapp die Hälfte aus der Romandie.

Landauf landab zeigten die diesjährigen Europäischen Tagen des Denkmals vom 12. und 13. September, wie sich Bauten, Dörfer und Fabriken in den letzten Jahren verändert haben, sich weiter wandeln werden und wie dabei neuer qualitativ hochstehender Lebensraum entsteht. Die Besuchenden konnten Dorfbilder von nationaler Bedeutung entdecken – Allschwil, Küsnacht am Rigi, Buttisholz, Ermensee, oder Ruswil –  und erfahren, wie die Siedlungskerne trotz einschneidenden Veränderungen dank hohen räumlichen und baulichen Ansprüchen erhalten werden können. Podien – so in Andermatt zum neuen Tourismusquartier, in Stans zur Nidwaldner Baukultur oder in Einsiedeln zur Frage, wie Tradition und zeitgemässes Wohnen miteinander in ein Verhältnis gesetzt werden können – verdeutlichten die gesellschaftliche Brisanz des diesjährigen Themas.

Wie bereits in früheren Jahren gelang es den Westschweizer Kantonen, mit ihren Führungen viele Menschen anzusprechen. Sie stiegen auf die Kathedrale St. Nikolaus Freiburgs, besuchten den mittelalterlichen Weiler Combes bei Le Landeron mit der barocken Kapelle «Sainte-Anne», das «Château de la Bâtiaz» in Martigny und blickten von oben auf die Siedlungsstrukturen. Anhand der ersten Grosssiedlungen präsentierten die Denkmaltage, welche Lösungen Architekten für verdichtetes Wohnen in die Praxis umgesetzt haben: Die von Le Corbusier inspirierten «Tours de Valmont» in Lausanne, der «Tour d’Ivoire» in Montreux, wo eine Wohnung aus dem Jahr 1969 in ihrem ursprünglichen Zustand besichtigt werden konnte oder die frühe Satellitenstadt «Le Lignon» in Vernier wie auch die wenig bekannten «Tour Constellation» in Genf – 1955 das höchste Mietshaus der Schweiz. Die ausgebuchten Führungen zeugten von grossem Interesse an Bauten aus dem 20. Jahrhundert.

Die Denkmaltag erstmals digital

Zum ersten Mal beschritten die Denkmaltage digitale Wege: Bereits im Vorfeld der Denkmaltage bot die Denkmalpflege des Kantons Zürich über Videos, Instagram und eine 4-teilige Serie Podcasts Hintergründiges, Wissenswertes und Interessantes. Das Publikum gewann einen Einblick in die Entwicklung der Schulhäuser, der Kantonsschule Im Lee in Winterthur und der Sekundarschule Halden in Opfikon. Die Denkmalpflege Schaffhausen führte auf eine filmische Besichtigung der ehemaligen Stahlgiesserei und thematisierte die denkmalpflegerischen Herausforderungen, die sich bei der Entstehung eines neuen Stadtteils stellen.

Dank der Zusammenarbeit mit Memoriav, dem Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz, konnten an den Denkmaltagen selten gezeigte historische Filmdokumente vorgeführt werden: Industriefilme aus der Schuhfabrik in Schönenwerd, die Baugeschichte der Eishalle sowie Eislauf und Hockey in Davos ab den 40er-Jahren, die von Le Corbusier inspirierte Stadtplanung in La Chaux-de-Fonds und ein aussergewöhnliches Zeitdokument aus Benglen im Kanton Zürich - 1975 lud das Schweizer Fernsehen die Bevölkerung ein, selber einen Film über ihre Siedlung zu drehen. 

Die Denkmaltage 2020 boten Neugierigen, Kulturerbe-Liebhabern und Expertinnen jeden Alters Führungen in exklusiv geöffneten Bauten oder Türmen, Spaziergänge durchs Dorf, Diskussionen, Ateliers oder Konzerte und Filmvorführungen. Die Organisatorinnen und Organisatoren sind dankbar, dass die Denkmaltage dieses Jahr durchgeführt werden konnten, zwar mit weniger Veranstaltungen und Publikum als üblich. Sie stellten aber auch dieses Jahr eine wertvolle Gelegenheit dar, sich mit den Herausforderungen der städtebaulichen und gesellschaftlichen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die kulturelle Identität unserer Bauten, Dörfer und Städte auseinanderzusetzen.

Für Fragen, Informationen und Kontakte zu Ihrer Region:

Mila Trombitas, Co-Geschäftsführerin NIKE (079 504 69 08) und Maria Christoffel, Kampagnenleitung Europäische Tage des Denkmals (078 662 45 36)

Hier gehts zu den Bildern der Denkmaltage 2020.

Hier finden Sie die Medienmitteilungen vom 10.08.2020, vom 03.09.2020 und vom 13.09.2020 als PDF. Ausserdem finden Sie hier die Eröffnungsrede von Jean-François Steiert und die Präsentation der Eröffnungsfeier.


2019


Bilanz Europäische Tage des Denkmals 2019 "Farben-Couleurs-Colori-Colurs"


Mut zu Farben in Dörfern und Städten

«Farben» stehen im Zentrum der Europäischen Tage des Denkmals 2019 in der Schweiz

Medienmitteilung Eröffnungsfeier als PDF (11.09.2019)

Reden Eröffnungsfeier als PDF (11.09.2019)

Medienmitteilung Denkmaltage als PDF (02.09.2019)

Programm


2018


Bilanz Europäische Tage des Denkmals 2018 «Ohne Grenzen»

Medienmitteliung als PDF (23.9.2018)

Lancierung Europäische Tage des Denkmals 2018 «Ohne Grenzen»

Donnerstag, 23.8.2018, von 9.30 bis 13 Uhr in Freiburg, auf dem Areal der ehemaligen Brauerei Cardinal
Pressedossier (PDF)

Europäische Tage des Denkmals 2018 «Ohne Grenzen»

Medienmitteliung als PDF (13.8.2018)

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