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NIKE-Bulletin 1-2/2014

«'s ist aufgetischt»

Der Tisch in unserer Sprache

Der Küchen-, Ess- oder Wohnzimmertisch zu Hause, der Stammtisch im Wirtshaus, der Sitzungs- oder Konferenztisch im Büro ist seit jeher der wichtigste Ort des Ideen- und Meinungsaustausches. Am Tisch kam man zusammen, man ass und trank, arbeitete oder spielte, man erzählte und diskutierte, zankte sich und schmiedete Pläne, lachte und sang. Der Tisch ist wohl eine der Urzellen der modernen Demokratie. Von der Funktion des Tisches als Umschlagplatz der Ideen erzählen noch viele Redensarten. Wen man an einen Tisch bringt, führt man zu Verhandlungen zusammen, wer sich mit jemandeman einen Tisch setzt, ist verhandlungsbereit.

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Die Lebensmittelversorgung im Basler Stadtbild

Im späten 19. Jahrhundert versorgten sich die Haushaltungen hauptsächlich auf Märkten mit Frischprodukten. Die Erdgeschosse der Häuser beherbergten zudem viele kleine Läden aller Branchen und Preisklassen. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden Geschäfte, wie sie heute selbstverständlich sind. Das Beispiel Basel macht das deutlich.

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Einküchenhaus und Einbauküche

Anmerkungen zur Küche in modernen Zeiten

Die Küche ist der Ort, an dem sich im 20. Jahrhundert wandelnde Gesellschaftsbilder und die Rationalisierung des Haushalts manifestiert haben. Im 19. Jahrhundert hatte die Rationalisierung der Küche in den USA ihren Anfang genommen: durch eine konzentrierte Anordnung und Organisation von Aufbewahrung, Zubereitung und Reinigung sollte die Küchenarbeit effizienter werden. Nicht die Optimierung der Privatküche, sondern ihre Abschaffung sah hingegen der Sozialist  August Bebel 1879 als Weg, um die Situation der Frau zu verbessern. Auf solchen Gedanken basierte die Idee des Einküchenhauses: Die Haushaltung sollte von professionellem Personal betrieben, die Mahlzeiten entweder in einem gemeinsamen Speisesaal oder in der Privatwohnung eingenommen werden können.

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Von der Rezeptsammlung zum Kochbuch

Die Zubereitung von Speisen beruht seit Jahrtausenden auf den von Generation zu Generation überlieferten Kochgewohnheiten. Kochrezepte wurden schon zu Zeiten, als Lesen und Schreiben längst nicht allgemein verbreitete Fertigkeiten waren, schriftlich festgehalten. Diese Notizen waren meist Gedächtnisstützen für ausgefallene Rezepte, dienten aber auch der Sicherung von Tradition und Speisegesetzen, etwa für Fastenzeiten. Bereits kurz nach der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert erschienen die ersten gedruckten Kochbücher.

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Das Marmoresszimmer im Château de Prangins

Gut dokumentierte Ausstattung früherer Lebensart

Das grosse Esszimmer im Château de Prangins illustriert vorzüglich verschiedene Facetten der Gastfreundschaft zur Zeit des Ancien Régime. Die Veränderung seiner Ausstattung ist dank zweier Inventare von 1748 und 1787 gut dokumentiert. Das Schloss wurde von 1732 bis 1739 durch den Baron Louis Guiguer erbaut, einen in Paris tätigen Bankier, der aus dem St. Gallischen stammte. Die erste Erwähnung des Esszimmers findet sich im Inventar, das nach seinem Tod erstellt wurde.

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Zu Tisch – Ernährungsgeschichte aufgrund archäobiologischer Untersuchungen

Unscheinbare archäologische Funde bergen wissenschaftliche Informationen von grösster kulturgeschichtlicher Bedeutung. Es handelt sich dabei um archäobiologische Reste, also Tierknochen sowie Früchte und Samen. Mit ihrer Hilfe lassen sich kultur-, umwelt- und naturgeschichtliche Aussagen machen. Im Umfeld eiszeitlicher paläolithischer Siedlungsstellen war eine offene Vegetation mit leichtem Strauchbewuchs möglich. Neben Fleisch der tierischen Jagdbeute, konnten saisonal auch Früchte, Blätter und Wurzeln zur Ernährung genutzt werden.

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Tische erzählen Geschichten

Tische sind Zentren des Wohnens. Sie sind geprägt durch die Zeit ihres Entstehens, ihre Nutzung und die Räume, in denen sie stehen; sie erzählen Geschichten. Ein Blick auf die Tische der Autorin macht dies deutlich. Sie ist aufgewachsen im Haus Huber von Paul Artaria und Hans Schmidt in Riehen (BS), aus dem Jahr 1929. Dieses war zum grossen Teil möbliert mit alten Bauernmöbeln. In der Essstube stand der «grosse Tisch», dessen Form einem Renaissance-Tisch nachempfunden war. Der Kaffeetisch, ein anmutiges Biedermeier-Tischchen stand ebenfalls in dem Raum. Der unscheinbare Teetisch aus Kastanienholz dagegen befand sich im Wohnzimmer; er zeigt deutliche Verwandtschaft zu Tessinerstühlen. Ebenso drei Satztische aus Nussbaum: In ihrer schlichten Form und mit differenzierten Details sprechen sie die Sprache der frühen Moderne.

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Aspekte der Stil- und Farbentwicklung in den Darstellungen des Letzten Abendmals im Kanton Tessin zwischen dem 14. Und dem 17. Jahrhundert

Die Stil- und Farbenwicklung in den Abendmahlsdarstellungen im Kanton Tessin wird deutlich bei einer Gesamtschau dieser Werke. Sie verläuft, mit den üblichen Ausnahmen, von den frühesten Gemälden, die von strengen Frontalansichten geprägt sind (u.a. Rossura, Morcote, Giubiasco), über die folgenden «runden», von Giotto beeinflussten Kompositionen (Brione Verzasca, Ascona, Arosio), um schliesslich zu Leonardos Bildaufbau zu gelangen, der sich von Mailand aus bis in die entlegensten Täler ausbreitet (u.a. Wandbilder im Oratorium von Novazzano, in den Kirchen von Carona und Pianezzo). Darauf lässt sich die Entwicklung hin zu freieren Darstellungen weiterverfolgen, die teilweise den Vorbildern des 16. und 17. Jahrhunderts aus Venedig und der Lombardei entlehnt sind; beispielsweise das Camillo Procaccini zugeschriebene Gemälde in der Stiftskirche von Bellinzona.

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