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Glasmaler im Dienst der Regierung

Seit 1416 beherbergte das Rathaus von Baden regelmässig die Tagsatzung der Eidgenossenschaft. Im Jahr 1500, der neue, eigene Tagsatzungssaal war gerade vollendet, beschloss der Badener Stadtrat zusammen mit der Eidgenossenschaft, den Raum mit Wappenscheiben aller zehn Stände sowie von Baden auszustatten. Mit dieser Aufgabe wurde der Zürcher Glasmalermeister Lukas Zeiner beauftragt. Die elf Scheiben, die er für den Saal schuf, blieben bis 1812 an ihrem Platz. Dann wurden sie verkauft. Fast alle befinden sich heute in verschiedenen Schweizer Museen; die Wappen von Bern und Fribourg sind in Privatbesitz. Die Wappen, die heute den Badener Tagsatzungssaal schmücken, sind Kopien der Jahre 1911 und 1912.

 

Lukas Zeiners Scheiben folgen allen demselben Grundschema: Über dem Kantonswappen befinden sich das Reichswappen und eine Herrscherkrone. Unter dem Wappen zwei Träger, – Tiere, Krieger, Engel oder wilde Männer – die das Kantonswappen und den jeweiligen Schutzpatron präsentieren. In den Zwickeln sind weitere charakteristische Figuren des jeweiligen Kantons dargestellt.

 

Zeiners Wappenscheiben stellen den ersten Zyklus dar, der als Gesamtes konzipiert und von den Ständen gemeinsam bezahlt wurde. Er markiert den Beginn einer gemeinsamen eidgenössischen Ikonographie in öffentlichen Gebäuden. Gleichzeitig bildet er den Ausgangspunkt für jegliche Repräsentation von eidgenössischer Identität.

 

 

Bild: Schweizerisches Landesmuseum Zürich

 

 

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