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Spiel, Sport und Spass in der Schweiz: Kulturerbe ist mehr als eine Kulisse

Die Scheinwerfer der 29. Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals richten sich am 10. und 11. September 2022 unter dem Motto «Freizeit – Temps libre – Tempo libero – Temps liber» auf Stätten der Kunst, der Erholung und des Sports. Menschen in der Schweiz verbringen viele freie Stunden in historisch bedeutenden Orten der Freizeit.

Vom römischen Amphitheater bis zum Landesmuseum, vom Opernhaus über das Berghotel bis zum Seebad. Manche dieser Bauten beeindrucken oder provozieren durch Grösse und Ausstattung, manche sind bescheiden oder zweckmässig. Freizeitstätten sind ebenso wichtig wie Strassen oder Wohnhäuser – sie sind, wie wir in Zeiten der Pandemie sagen, systemrelevant. Hier wird gelauscht, gestaunt und gespielt. Hier werden Begegnungen gemacht, Geschichten inszeniert und Wettkämpfe ausgefochten. An Orten der Freizeit erholen wir uns, entfalten und entwickeln wir uns weiter. Es wird gebadet, getanzt und gelacht – oft von der ersten bis zur letzten Tagesstunde.

Lebendige Freizeitstätten

Die Denkmaltage 2022 nehmen das Publikum auf einen Streifzug mit durch die Zeiten. Hin zu Orten der Kunst, der Erholung und des Sports: Von mittelalterlichen und vorindustriellen Stätten der Erholung wie Bädern und Theatern führt er zum Kurhotel der Belle Epoque, zur ersten Sporthalle, zum Volkshaus oder Museum des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Zu Fuss auf Kulturwegen, in der Seilbahn oder mit dem Dampfschiff. Viele Sport- und Kunststätten sind als Teil unseres Kulturerbes nicht nur Kulisse, sondern wir nutzen sie nach wie vor tagaus, tagein. Die Denkmaltage greifen auch Fragen auf, die heute die Gemüter bewegen: Was passiert mit dem leeren Kinosaal, wozu dient die alte Seilbahnstation und wie soll das baufällige Hallenbad saniert werden? Kann das ehemalige Bahnhofgebäude zu einem Fitnessraum oder die ausgediente Turnhalle zu einem Konzertsaal umgebaut werden? Das Freizeitverhalten der Menschen wandelt sich. So auch die Anforderungen an die Orte, an denen wir Sport treiben und Kunst erleben. Die Europäischen Tage des Denkmals beleuchten, was es braucht, damit historisch bedeutende Orte der Freizeit lebendig bleiben und nicht zum Bühnenbild verkommen. Erleben Sie mitreissende Geschichten auf kleinen und grossen Bühnen: Scheinwerfer an!

Organisation der Denkmaltage in der Schweiz

Die Europäischen Tage des Denkmals sind die grösste schweizweite Veranstaltung im Bereich des Kulturerbes. Unter dem Patronat von Bundesrat Alain Berset finden in der ganzen Schweiz mehrere hundert kostenlose Führungen, Spaziergänge, Ateliers und Gesprächsrunden zu diesem Thema statt. Das Programm wird von den kantonalen und städtischen Fachstellen für Denkmalpflege und Archäologie gemeinsam mit Vereinen und Privatpersonen zusammengestellt. Die Nationale Informationsstelle zum Kulturerbe NIKE koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit. Finanzielle Unterstützung erhält die Kampagne durch das Bundesamt für Kultur (BAK), die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) und zahlreiche nationale Partner.

Die Europäischen Tage des Denkmals sind eine Initiative des Europarats. Im September stehen jeweils in über 50 Ländern Türen zu Bauten und Kulturstätten offen, damit Menschen mehr über ihr gemeinsames kulturelles Erbe erfahren können. Sie sollen sich aktiv dafür engagieren dürfen, um es zu erhalten und weiterzuentwickeln. Jedes Jahr nehmen europaweit bis zu 20 Millionen Menschen teil.

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