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Themen der Europäischen Tage des Denkmals ab 2020


2020

Vertikale und Verdichtung  (Arbeitstitel)

Vom Kirchturm über den Sendemast bis zum Hochhaus strecken sich Bauten dem Himmel entgegen. Mit viel Aufwand werden die höchsten Berge erschlossen. Parkhäuser, Tunnels oder Kanalisationen erweitern die vertikale Dimension in die Tiefe. Worin liegen Reiz und Nutzen dieser seit Jahrhunderten betriebenen Anstrengungen? Der Wunsch nach Licht und schöner Aussicht sind wichtig. Wer in die Höhe baut, ist gut sichtbar und kann Macht und Reichtum demonstrieren. Dagegen haben Bauten im Untergrund meistens funktionale Bedeutung. Brandaktuell ist schliesslich Vertikalität als Antwort auf die Forderung, zu verdichten: «Vertikale Verdichtung» ist in den kantonalen Planungen als Instrument vorgesehen, um in bereits bebauten Gebieten neuen und benötigten Wohn- oder Arbeitsraum zu schaffen. Das baukulturelle Erbe kann davon direkt betroffen sein – im Guten wie im Schlechten. Verdichtung bringt auch archäologische Fundstellen unter Druck, denn viele unverbaute Flächen in besiedelten Gebieten bergen Zeugnisse vergangener Epochen. Die Denkmaltage 2020 schauen nach oben und nach unten, sie beleuchten die Bergstation und die archäologische Grabung, die dichte Altstadt und den kantonalen Richtplan. Sie zeigen wie und warum früher – und heute – in die Höhe und in die Tiefe gebaut wurde bzw. wird.


2021

Konstruktion und Handwerk (Arbeitstitel)

Manchmal ist es offensichtlich, manchmal schwer erkennbar: Wie ist ein Denkmal gemacht? Warum trägt die Brücke, fällt der Turm nicht um und uns das Dach nicht auf den Kopf? Hinter jedem Gebäude, hinter jedem Kunstwerk stehen Menschen, Handwerker, Ingenieure und Künstlerinnen, die diese Werke durch ihre Inspirationen und Techniken formten. Auch der Erhalt von Kulturerbe, das Erschliessen, Konservieren und Restaurieren von kulturellen Schätzen fordert spezielle Fähigkeiten. Dabei ermöglichen moderne Technologien neue Herangehensweisen. Jüngere Denkmäler stellen neue Ansprüche an Methoden der Erhaltung. Die Denkmaltage bieten die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu blicken und sich aus erster Hand mit Technik und Konstruktion auseinanderzusetzen, sich selbst im Handwerk zu üben und Fachleuten bei der Arbeit zuzuschauen. 

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