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Themen der Europäischen Tage des Denkmals ab 2019


2019

Farben (Arbeitstitel)
14. | 15. September 2019


Farbe ist allgegenwärtig. Sie gefällt oder missfällt, sie beruhigt, stimuliert oder irritiert. Dass Farbe stark auf den Menschen wirkt, macht sie zu einem zentralen Element in der Gestaltung von Dingen. Während man heute alle Farben synthetisch herstellen kann, war man in der Antike oder im Mittelalter an natürlich verfügbare Pigmente gebunden. Je knapper die Pigmente, desto wertvoller und edler die Farbe: Für die Gewinnung von einem Gramm reinen Purpurs wurden beispielsweise tausende Purpurschnecken benötigt. Entsprechend kostbar, wurde Purpur jahrhundertelang teuer gehandelt und wurde zur Farbe der Herrschenden. Dies ist nur ein Beispiel für die historisch und kulturell verankerte Bedeutung von Farben. 
Nicht nur, was Farben bedeuten, verändert sich im Laufe der Zeit, sondern auch wie sie hergestellt und angewendet werden oder wie man sie erhalten kann. Über ihre Symbolik hinaus erzählen Farben deshalb auch Technik-, Industrie-, Handwerks- und Modegeschichte. 
Schliesslich gibt es eine natürliche Farbigkeit, wie sie Ortsbilder und Landschaften prägt. Sie verrät dem Beobachter etwas über das Klima eines Ortes, über die Jahreszeiten oder in der Region vorhandene Bodenschätze. Natürliche Farbigkeit nutzen wir intuitiv, um uns in Raum und Zeit zu orientieren. Diese und alle anderen Facetten von Farbe lassen sich am baukulturellen und archäologischen Erbe wunderbar aufzeigen.
 


2020

Vertikale und Verdichtung  (Arbeitstitel)

Vom Kirchturm über den Sendemast bis zum Hochhaus strecken sich Bauten dem Himmel entgegen. Mit viel Aufwand werden die höchsten Berge erschlossen. Parkhäuser, Tunnels oder Kanalisationen erweitern die vertikale Dimension in die Tiefe. Worin liegen Reiz und Nutzen dieser seit Jahrhunderten betriebenen Anstrengungen? Der Wunsch nach Licht und schöner Aussicht sind wichtig. Wer in die Höhe baut, ist gut sichtbar und kann Macht und Reichtum demonstrieren. Dagegen haben Bauten im Untergrund meistens funktionale Bedeutung. Brandaktuell ist schliesslich Vertikalität als Antwort auf die Forderung, zu verdichten: «Vertikale Verdichtung» ist in den kantonalen Planungen als Instrument vorgesehen, um in bereits bebauten Gebieten neuen und benötigten Wohn- oder Arbeitsraum zu schaffen. Das baukulturelle Erbe kann davon direkt betroffen sein – im Guten wie im Schlechten. Verdichtung bringt auch archäologische Fundstellen unter Druck, denn viele unverbaute Flächen in besiedelten Gebieten bergen Zeugnisse vergangener Epochen. Die Denkmaltage 2020 schauen nach oben und nach unten, sie beleuchten die Bergstation und die archäologische Grabung, die dichte Altstadt und den kantonalen Richtplan. Sie zeigen wie und warum früher – und heute – in die Höhe und in die Tiefe gebaut wurde bzw. wird.


2021

Konstruktion und Handwerk (Arbeitstitel)

Manchmal ist es offensichtlich, manchmal schwer erkennbar: Wie ist ein Denkmal gemacht? Warum trägt die Brücke, fällt der Turm nicht um und uns das Dach nicht auf den Kopf? Hinter jedem Gebäude, hinter jedem Kunstwerk stehen Menschen, Handwerker, Ingenieure und Künstlerinnen, die diese Werke durch ihre Inspirationen und Techniken formten. Auch der Erhalt von Kulturerbe, das Erschliessen, Konservieren und Restaurieren von kulturellen Schätzen fordert spezielle Fähigkeiten. Dabei ermöglichen moderne Technologien neue Herangehensweisen. Jüngere Denkmäler stellen neue Ansprüche an Methoden der Erhaltung. Die Denkmaltage bieten die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu blicken und sich aus erster Hand mit Technik und Konstruktion auseinanderzusetzen, sich selbst im Handwerk zu üben und Fachleuten bei der Arbeit zuzuschauen. 

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