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Denkmalpflege und Quartiervereine

Mehr Mitsprache der breiten Öffentlichkeit soll die Kultur als gemeinsames Fundament wahrnehmbarer und stärker machen. Wie wirkt sich das im Bereich des Kulturerbes aus? Die Denkmalpflege des Kantons Basel-Stadt hat aus Anlass des Kulturerbejahrs 2018 den Kontakt zu vier Quartiervereinen der Stadt gesucht. Geplant und Realisiert wurden Rundgänge in Dialogform.

Der direkte Kontakt ermöglicht es den Fachleuten am konkreten Beispiel zu vermitteln, wie beispielsweise eine Unterschutzstellung erfolgt und welche Konsequenzen dies für Eigentümer und Nachbarn einer Liegenschaft hat. Die Bevölkerung kann Fragen stellen und eigene Anliegen formulieren. Dieser Prozess macht allen Beteiligten deutlich, wie ein Bauwerk bei den Menschen verankert ist oder welche Rolle ein Ort für das Quartier spielt. Entscheidend ist der Wissensaustausch, der nur partizipativ erfolgen kann. Die Quartierbewohner erhalten Hintergrundkenntnisse, die sie ihr Lebensumfeld vielschichtiger wahrnehmen lässt. Die Denkmalpflege-Fachstelle wird auf Objekte und Sachverhalte aufmerksam gemacht, die nicht festgehalten oder bislang übersehen wurden. Damit profitieren beide Seiten – woraus ein Gewinn resultiert: Die Quartierbevölkerung identifiziert sich stärker mit ihrem Lebensumfeld, die Analysen und Argumente der Denkmalpflege werden breiter abgestützt.

Die Befürchtung, dass die Pflege und Erhaltung von denkmalpflegerisch wichtigen Objekten auf ein Minimum heruntergefahren würde, wenn breite Kreise sich zu diesen Fragen einbringen könnten, wird durch die Erfahrungen in Basel nicht gestützt. Es sieht im Gegenteil so aus, als ob der Rückhalt für den Baubestand in der Bevölkerung grösser ist, als man vermuten würde.

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