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NIKE-Bulletin 6/2017

Kulturerbe und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Die Konvention von Faro deklariert, dass die Teilhabe am kulturellen Erbe das Recht aller Menschen sei und die Auseinandersetzung damit eine demokratische Fundierung benötige. In ihrem Ton und in ihren Forderungen unterscheidet sich die Konvention damit von vielen Deklarationen zum kulturellen Erbe. Die meisten drehen sich um die Sache, um den Erhalt eines materiellen oder die Pflege eines immateriellen Kulturgutes. Die Menschen erscheinen in ihnen eher als passive Träger denn als aktive und kreative Partizipierende.

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Konvention von Faro als PDF


Eine neue Sicht auf das Kulturerbe

Der Ansatz der Konvention von Faro

In Zeiten, da Kulturerbe in kriegerischen Auseinandersetzungen bewusst zerstört wird, um damit die Wurzeln, die ideelle sowie wirtschaftliche Grundlage einer Gemeinschaft auszulöschen, kann die «Rahmenkonvention des Europarates über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft» aus dem Jahre 2005, kurz Faro-Konvention, nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn sie stellt die Menschen und ihre Kulturgüter und nicht die Kulturgüter allein in den Mittelpunkt, indem sie die «Gemeinschaft im Kulturerbe» betont.

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Kulturerbe und Demokratie

Seit rund zwanzig Jahren sind sowohl Kulturerbe als auch Demokratie in einer Krise, was ihre Grundwerte betrifft. Die Bewahrung des Kulturerbes wird zunehmend in Frage gestellt und die demokratischen Prinzipien werden geschwächt durch eine politische Rhetorik und Praxis, die zunehmend neoliberale ökonomische oder postfaktische elektorale Ziele verfolgt. Dabei hängen die Bewahrung des gemeinsamen Kulturerbes und die gelebte Demokratie gegenseitig voneinander ab.

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Die Faro-Konvention und die Schweiz

Ende Oktober 2017 hat der Bundesrat entschieden, den politischen Prozess anzustossen, der zur Ratifizierung des «Rahmenübereinkommens des Europarats über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft» (Konvention von Faro) durch die Schweiz führen soll.

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Kulturgut – Warum und für wen?

Statements zu einer neuen Perspektive auf das Kulturgut

Bislang wurden und werden im Bereich des Schutzes, der Pflege und der Weiterentwicklung unseres Kulturerbes hauptsächlich Fragen nach dem Wie gestellt. Teilweise bedingt durch die Dringlichkeit von Erhaltungsmassnahmen, um ein Objekt vor dem Verlust zu retten, wird eine Herangehensweise gewählt, die auf einer Ebene angesiedelt ist, die eher juristischen oder technischen Charakter hat. Durch eine jahrzehntelange Praxis hat sich in diesem Bereich viel Know-how angesammelt.

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Kulturelle Partizipation: gemeinsam aufbauen um zu verändern

Das Beispiel der Museen

Die Absicht, die Menschen verstärkt am kulturellen Leben teilhaben zu lassen steht seit langem im Zentrum kulturpolitischer Fragestellungen. Dahinter steht die Idee, das Individuum in seiner Verschiedenheit ins Zentrum der Kultur zu stellen und die vielfältigen Facetten der Menschheit in den Vordergrund zu rücken. 

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Nicht in Stein gemeisselt

Die gesellschaftliche Bedeutung von Kulturerbe

Nach ihrer Ratifizierung durch das österreichische Parlament trat die Faro-Konvention am 1. Mai 2015 in Kraft. Wichtig für die Umsetzung erschien von Anfang an die ausgewogene Zusammenarbeit zwischen Entscheidungsträgern und verschiedenen Stakeholdern: den öffentlichen Stellen, Ministerien, Ländern, Gemeinden, Expertinnen aus dem Bereich Kulturerbe der Bundesländer, Vertreter der Unesco, NGOs sowie Beteiligten aus den Bereichen Kunst, Kultur und Soziales.

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