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Genf – städtische Verdichtung und Überlegungen zum Schutz des Kulturerbes

Die derzeit in der ganzen Schweiz stattfindende städtische Verdichtung spitzt sich ganz besonders in Genf zu. Die Stadt muss sich mit einer hohen Dichte von über 12 600 Einw./km2 auseinandersetzen, deutlich mehr als den rund 6950 Einw./km2 in Basel oder den 4200 Einw./km2 Zürichs. Welches kann heute, angesichts einer so starken Verdichtung, das Kulturerbe geschützt werden?Die verschiedenen, auf der Website SITG (Système d'information du territoire genevois) online zur Verfügung stehenden Kulturgüter-Inventare sind ein grundlegendes Mittel für das Wissen um das Kultuerbe bei den Akteuren der Zivilgesellschaft und den Politikern. Diese genaue Kenntnis bedingt aber eine aktive Politik der architektonischen Bestandsaufnahme. Der Ortsplan als Mittel zum Schutz und zur Zonenordnung ermöglicht es, die schutzwürdigen Elemente im Zuge der Verdichtung innerhalb eines definierten Gebietes zu schützen. Er ermöglicht auch, Zonen für künftige Bauvorhaben samt ihrer Funktion, Volumetrie und Materialität festzulegen.

Die Beschleunigung des städtischen Wachstums und die Komplexität der Umweltprobleme bedrohen insbesondere im Bereich der Architektur der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts den Schutz des Kulturerbes. Dieser Bestand liegt in Gebieten, die verdichtet werden sollen und er ist zusätzlich geschwächt durch einen Mangel an Anerkennung. Dagegen braucht es, neben der unerlässlichen politischen Unterstützung, eine Sensibilisierungsarbeit wie sie unsere Vorfahren angesichts der Zerstörung der historischen Städte geleistet haben. Sie muss insbesondere in einem sozialen Kontakt zu den Bewohnern der betroffenen Quartiere bestehen.

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