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Burgen und Ruinen – nicht «betonniert»

Nachdem es ursprünglich als materielle Unvereinbarkeit angesehen wurde, beschränkte man das Zusammengehen von Mauerwerk aus Naturstein mit Beton zunächst darauf, dass man auf letzteren zurückgriff – so diskret wie möglich –um die Erhaltung des ersteren zu sichern. Es waren dann die Kunstbauten der Ingenieure, die dem armierten Beton die ersten Lorbeeren eintrugen, nicht nur aus Gründen seiner statischen sondern und gerade auch wegen seiner ästhetischen Eigenschaften.

Unmittelbar darauf wurde er Glück und der Ruhm der Architekten. Und ihnen verdanken wir seit Mitte des 20. Jahrhunderts Projekte, welche kühn die beiden scheinbar entgegengesetzten Materialien verbinden: Stein und Beton. Auch wenn das Schicksal gewisser Realisierungen Gegenstand heftiger Kontroversen wurde, so bedeutet dies einen entscheidenden Schritt, sowohl hinsichtlich des Respekts vor der historischen Substanz als auch im Sinn eines fruchtbaren Dialogs zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Geformte und geschalte Materialien schliesslich – Stuck und andere, welche vom Mittelalter bis zur Schwelle der Gegenwart hier und dort, begrenzt durch ihre Zerbrechlichkeit, an Bauten eingesetzt wurden – können nicht als Vorfahren des modernen Betons gelten, trotz gewisser prinzipieller Ähnlichkeiten.

Bild: Ursula Venetz

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