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NIKE-Bulletin 4/2010

Immaterielles Kulturerbe und kulturelle Vielfalt

Immaterielle Aspekte bei Glasmalereien

Die Schweiz besitzt ein reiches Kulturgut an einer besonderen Art von Glasmalereien. Kleinformatige Schenk- und Stifterscheiben zierten vor allem im 16. und 17. Jahrhundert zu Tausenden die Fenster von Ratshäusern, Kirchen, Klöstern, Schützen- und Zunftstuben. Heute scheint sich die Tradition der Schenkscheiben heute etwas zu verlieren. Gerade deswegen wird man sich jedoch der immateriellen Werte bewusst, die mit ihr verbunden sind.

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Frühling bei der UNESCO

Die UNESCO-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes (2003) ist eine Reaktion auf die Auswirkungen der Globalisierung auf die Gesellschaft. Vor dem Hintergrund von Verlust des sozialen Zusammenhalts und Defiziten im gegenseitigen Verständnis sollte die Konvention zu einem Instrument werden, das aktiv den Zugang zu mündlichen Traditionen, darstellenden Künsten und dem traditionellen Kunsthandwerk fördert.

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Immaterielles kulturgut – das Beispiel Cervelat

Wenn man den Begriff des immateriellen Kulturguts auf den Cervelat anwendet, werden einige der Schwierigkeiten, die mit dem Konzept verbunden sind, deutlich: An erster Stelle steht die Frage, ob eine Unterteilung in materielle und immaterielle Kultur überhaupt Sinn macht. Der Cervelat ist zuerst einmal ein materielles Ding. Dieses Dilemma stellt sich bei vielen kulturellen Formen: Prozess und materieller Status sind fast untrennbar miteinander verbunden.

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Eine offene Liste lebendiger Traditionen

Die Schaffung von Inventaren des immateriellen Kulturerbes gab und gibt Anlass zur Diskussion. Unbestritten ist, dass dem Kulturerbe durch eine Inventarisierung grössere gesellschaftliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung zukommt. Doch bereits bei der Erarbeitung des Übereinkommens haben Expertinnen und Experten die grundsätzliche Frage gestellt, ob das Flüchtige des Immateriellen in einem Bestandesverzeichnis repräsentiert werden soll.

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Wollt Ihr chinesische Pizzoccheri?

Die Erhaltung alter Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten ist kein romantisches Unterfangen für Nostalgiker, sondern unbedingt notwendig für die Nahrungsmittelsicherheit unserer Zukunft. Pizzoccheri werden traditionell aus Buchweizenmehl hergestellt. Doch in der Schweiz wird kaum mehr Buchweizen angebaut. So muss für dieses traditionelle Bünder Gericht heute im Extremfall auf Zutaten aus China zurückgegriffen werden.

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Experimentelle Archäologie: Die Suche nach einem vergessenen immateriellen Kulturerbe

Während es die Hauptaufgabe der Archäologie ist, ihre Funde zu katalogisieren und deren Funktion zu erforschen, so wird doch auch versucht, sie gewissermassen von innen her zu erschliessen und ihre Entstehung zu verstehen. In der experimentellen Archäologie geht es darum, sich dem vor- oder frühgeschichtlichen Handwerker anzunähern auf der Suche nach seiner Denkweise, seinen Absichten, seinen Kenntnissen und seinen Gesten.

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Handwerkliche Verputztechniken als immaterielle Kulturgüter

Das Wissen um historische Verputztechniken ist nicht direkt greifbar, sondern wurde über Generationen weitergegeben und aufgrund von Erfahrungswerten angewendet. Hierin besteht sein Wert als immaterielles Kulturgut. Die Ergebnisse des Wissens um die Handwerkskunst im Bereich von Verputzen sind hingegen real begreifbar als unterschiedliche, in Farbe, Form und Struktur differente Verputzoberflächen.

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Im Bilde sein oder nicht im Bilde sein?

Immaterielle Kultur ist per Definition die Kultur jenseits der Dinge, die man nicht (an)fassen kann. Wie ist sie zu dokumentieren? Film scheint in vielerlei Hinsicht eine gute Lösung zu sein. Film hilft dabei, Kultur dingfest zu machen, in dem er kulturelle Phänomene «auf Band festhält». Und Filme produzieren Bilder «am laufenden Band» und sind, wie die immaterielle Kultur auch, stets in Bewegung.

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Die Herstellung des «Kränzli» für die Sensler Kränzlitracht

Die Kränzlitracht aus dem Freiburger Sensebezirk ist eine der ältesten noch getragenen Volkstrachten in der Schweiz. Sie weist Elemente aus der Mode verschiedener Epochen auf. Diese Festtagstracht ist eine im Laufe von Jahrhunderten entwickelte Kleidung. So wie die Tracht heute erhalten ist, ist sie seit dem 18. Jahrhundert belegt. Die Tracht verdankt ihren heutigen Namen dem glitzernden Kränzli (= kleiner Kranz), das als Kopfbedeckung dient.

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Sprache ist Vielfalt

Die deutsche, französische, russische Sprache: Wir sprechen von Sprachen meistens in der Einzahl, obwohl wir im Alltag nie einer einzigen Sprachform begegnen. Anhand von Redeweisen unterscheiden wir Befindlichkeiten, Individuen, Gruppen und Angehörige von Sprachgemeinschaften. Dabei ist eine Sprache eine unüberschaubare Ansammlung von Variationen.

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Der Tirggel – ein genussreiches Kulturgut

Auch Nahrungsmittel gehören zum kulturellen Erbe. Ein solches kulinarisches Erbstück ist der Tirggel, ein Gebäck aus dem Kanton Zürich. Die einfache, in genauer Zusammensetzung geheim gehaltene Rezeptur des Tirggels aus Honig, Zucker, Gewürzen und Weizenmehl ist sehr alt. Für die Modellierung seiner Oberfläche wird seit Jahrhunderten ein in Holz geschnitzter Model verwendet.

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Die Verteidigung der Kultur

In der UNESCO-Konvention über die kulturelle Vielfalt wird die Zivilgesellschaft (Artikel 11) ausdrücklich dazu aufgefordert, an Schutz und Förderung der kulturellen Ausdrucksformen teilzunehmen. Die Vorschläge, die die Schweizer Koalition für die kulturelle Vielfalt 2009 für die Umsetzung der Konvention vorgelegt hat, ist eine Antwort der Zivilgesellschaft darauf.

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Seidene Träume

Auch in der Schweiz wurde einmal Seide produziert. Vom Mittelalter an waren Seidenraupenzucht und Seidenstoffe ein wichtiger Wirtschaftszweig, der aber vor knapp einem Jahrhundert zum Erliegen kam. Das Projekt der Wiederbelebung der Seidenproduktion zeigt, was es braucht, um ein immaterielles Kulturgut wirtschaftlich wieder zu beleben, das trotz langer und reicher Tradition in Vergessenheit geraten ist.

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