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Die Freiburger Voralpen: ein Prospektionsgebiet mit Potenzial

Die Archäologie teilt mit den so genannten exakten Wissenschaften die Besonderheit, dass eine Entdeckung manchmal der Auslöser für eine Reihe von Ereignissen sein kann, die nicht voraussehbar waren. So führte der Fund eines mesolithischen Schutzunterstandes 1998 am Fusse eines Felsens bei Arconciel/La Souche auf dem Gut des Zisterzienserklosters Hauterive im Südwesten der Stadt Freiburg zur Entdeckung einer stattlichen Anzahl prähistorischer Stätten in den Voralpen.

 

Die systematische Suche und Dokumentation – am interdisziplinären Forschungsprogramm des archäologischen Dienstes beteiligen sich neben Archäologen, Geologen, Archäozoologen und Botaniker auch Freiwillige und Studierende – zahlt sich aus: In der Zwischenzeit sind gegen fünfzig Stellen bekannt, die den Menschen in der Mittleren Steinzeit (8200 bis 5500 v. Chr.) als Lagerplatz oder Schutzraum gedient haben.

 

Noch bleiben viele Fragezeichen. So gibt die Funktion der Stätten – saisonbedingter Lagerplatz oder Jagdunterstand? – Rätsel auf. Eine weitere Schwierigkeit besteht in der exakten Datierung der Fundstellen. Unklar sind zudem die Beweggründe, warum die Steinzeit-Menschen diese Bergtäler als Lebensraum wählten.

 

Die Zeit drängt: Viele Stätten, die oft nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt sind, drohen ein Opfer der Erosion zu werden, hervorgerufen durch weidendes Vieh. Auch sind Zerstörungen durch Wegbau oder Drainagen zu befürchten. Umso wichtiger ist es, das Forschungsprogramm rasch voranzutreiben, um die Spuren der Vergangenheit vor dem endgültigen Verlust zu schützen.

 

 

Bild: Archäologischer Dienst des Kantons Freiburg

 

 

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