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Zur Geschichte, Herstellung und Erhaltung der Backsteine von St. Urban

Die Backsteine des Zisterzienserklosters St. Urban im Kanton Luzern gehören zu den eindrücklichsten Beispielen der Backsteinkunst. Drei Dinge sind für die Produktion in der Klosterziegelei im 13. Jahrhundert einzigartig: Erstens die grossen Formate, bei denen Quader mit Massen von 45 cm x 30 cm x 25 cm keine Seltenheit sind, zweitens ihre Verzierung mit Modeldrucken, welche in der Reichhaltigkeit und Feinheit ihrer Ausarbeitung nie übertroffen wurden, und drittens ihre der regionalen Hausteintradition verpflichtete Formenvielfalt.

 

Die Geschichte und die Herstellung der Backsteine wurden vielfach untersucht: Aufbauend auf früheren Arbeiten legte Christine Maurer 1998 die bis heute wohl umfassendste Forschungsarbeit zur Backsteinkunst in St. Urban vor. Ein zeitintensives und Kräfte zehrendes Brennexperiment nahm im Sommer 1996 zudem die speziellen Herstellungsbedingungen unter die Lupe.

 

Diese interdisziplinären Forschungen waren Grundlage für ein umfassendes Stabilisierungs- und Konservierungskonzept für einige stark gefährdete Backsteine aus der Sammlung des Schweizerischen Landesmuseums. Die durchgeführten Konservierungsarbeiten – restauratorische Sicherungsmassnahmen, Verklebungen, lokale Konsolidierungen von fragilen Oberflächen, Aufmörtelungen und Hinterfüllungen von hohl liegenden Bereichen – gewährleisten die langfristige Erhaltung der wertvollen St.-Urban-Backsteine.

 

 

Bild: Sophie Wolf, Zürich / Christine Maurer, Stuttgart

 

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