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«Normen als Inspirationsquelle»

Mit einer engagiert geführten Podiumsdiskussion schloss am 4. Februar 2005 das Kolloquium zum Thema «Normen» an der ETH Zürich. Der von der Moderatorin Theresia Gürtler Berger formulierten Aufgabe – «noch einmal Schneisen in den Normen-Dschungel zu schlagen» – stellten sich vier Podiumsgäste: Regula Harder, dipl. Arch. ETH, Fritz Maurer, Handwerker für historische Bausubstanz, Giovanni Menghini, Bauberater der Denkmalpflege des Kantons Zürich, und Peter Omachen, Denkmalpfleger des Kantons Obwalden.

 

Überraschend deckungsgleich – und pragmatisch – sind die gewählten Konzepte im Umgang mit den Regelwerken: Normen werden in der Praxis durchaus kritisch befragt. Giovanni Menghini etwa riet den Zuhörerinnen und Zuhörern: «Es gibt kaum eine Norm, die wirklich so abgeschlossen ist, dass keine weichen Parameter darin enthalten sind, die wir in die eine oder andere Richtung dehnen können.»

 

Intensiv debattiert wurde über die Frage, wie weit es zulässig sei, an historischer Substanz Hand anzulegen. Der Einwurf von Professor Georg Mörsch, man könne zwar in 26 Kantonen und Halbkantonen mit ihrer «narzisstischen Verliebtheit in die Differenzen» keine Dogmen aufstellen, doch empfehle er «Addition statt Austausch» als Leitfaden, stiess auf offene Ohren.

 

Manifest wurde in der Diskussion zudem das Bedürfnis nach einer engeren Vernetzung der Fachstellen, nach institutionalisierten Formen des Austausches und nach einem verstärkten Know-how-Transfer.

 

 

Bild: Fachstelle für Kultur- und Denkmalpflege Obwalden, Sarnen

 

 

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